Grevener Anzeiger vom 26.03.2001:

`Greven. Am Freitagabend verwandelte sich die Stadtbibliothek in ein Literaturcafe´. Der Emsdettener Lyriker Ralph Jenders trug seine Gedichte und Texte vor, die der Jazz- Musiker Ingo Nüssemeier musikalisch untermalte. Die Gedichte von Ralph Jenders kreisen um Ereignisse und Themen, die den Menschen unserer Tage berühren. Sie handeln von existenziellen Problemen wie Arbeitslosigkeit und Tod, aber auch von Träumen und der Liebe. Die klare, eingängige Sprache der Gedichte berührte das gut vierzigköpfige Publikum. Mit seinen kritischen Gedichten möchte Jenders Denkanstöße liefern und seine Zuhörer einladen, die Dinge des Lebens selbst in die Hand zu nehmen und aktiv zu gestalten. Auch wenn einigen seiner Gedichte ein pessimistischer Unterton zu eigen ist, glaubt Jenders fest an die Kraft des positiven Denkens: » Indem man etwas von der negativen Seite schildert, kann man sie dann in einem zweiten Schritt von der positiven Seite beleuchten«, erläutert er sein Vorgehen. Grundsätzlich möchte er in seinen Gedichten vermitteln, dass das Leben lebenswert ist. Unterbrochen wurde die Lesung immer wieder von den Jazzstücken des Ibbenbürener Gitarristen Ingo Nüssemeier, der die Stimmung der Gedichte musikalisch einfing und zum Ausdruck brachte. Gelegentlich unterstrich er die Worte des Dichters, indem er ihn leise während seines Vortrags begleitete. Das harmonische Miteinander der beiden Künstler ließ im Publikum gerade jene entspannte Atmosphäre entstehen, die Jenders sich wünscht. Sein ungewöhnliches Vortrags-Konzept entwickelte sich aus der Erfahrung, dass eine reine Dichterlesung für das Publikum sehr anstrengend ist. Die Auflockerung durch Jazzmusik dagegen bewirke eine bessere Entspannung, sagt Jenders.´

 

                                                        Auftritt in Greven/Westfalen am 23. März 2001

 

Emsdettener Tageblatt vom 22.12.1998:

‘Emsdetten ist leider nicht Paris... Schade eigentlich. Aber Emsdetten ist nun einmal nicht Paris, und das Café ‘Chamäleon’ ist kein Literaturcafé in der Nähe der Sorbonne. Eine Dichterlesung mit Jazzmusikbegleitung hat deshalb Seltenheitswert.

... Die zumeist kurzen Gedichte leben vor allem durch ihre sorgsam zugespitzte Methaphorik. Manchmal war es nur eine einzelner Satz, der im Zusammenhang mit dem Titel seine Wirkung entfaltete... Die Themen der Gedichte sind zumeist nachdenklich, manchmal alarmierend...

Unterbrochen wurde die Lesung immer wieder von den Jazzstücken des Ibbenbürener Gitarristen Ingo Nüssemeier. Dieser spielte auf seiner zwölfseitigen Western- und seiner E-Gitarre bekannte und weniger bekannte Songs von Barney Kessel, Joe Pass, John Abercrombie, Stevie Ray Vaughan und diverse Eigenkompositionen. Durch die gute Akustik in dem Raum konnte der Musiker sein ganzes Talent unter Beweis stellen...’

 

Emsdettener Tageblatt vom 13.03.1999:

‘... Zwei die sich gut ergänzen: Ralph Jenders und Ingo Nüssemeier. Der eine drückt seine Gefühle mit Worten aus, der andere legt sie in die Musik. ‘Lyrik & Jazz’ hieß der Auftakt der Emsdettener Jazztage.

... Von Ängsten, Trauer, Verlusten sprach er, aber auch von Träumen und Hoffnung. Im Wechsel dazu die Musik von Ingo Nüssemeier: Mal auf der E-Gitarre, mal auf der Akustik-Gitarre spielte der Ibbenbürener klassische Jazzstücke. Die einfühlsame Musik paßte gut zu den sensiblen Gedichten von Jenders, bisweilen bot sie sich gar als Untermalung an.

Das Publikum genoß die Darbietungen in lockerer Atmosphäre und dankte schließlich mit viel Applaus. ...’

 

Emsdettener Volkszeitung vom 22.12.1998:

‘... Texte zum Nachdenken ... vereinen (...) Musik und Lyrik zu einer eindrucksvollen Mischung ... ‘

 

Emsdettener Volkszeitung vom 13.03.1999:

‘... Unter dem Motto ‘emskult goes jazz’ präsentierten der Emsdettener Schriftsteller Ralph Jenders und der Ibbenbürener Musiker Ingo Nüssemeier nicht nur musikalisch untermalte Lyrik und Prosa. Auch die Musik als Eigenwerk stand mit im Mittelpunkt des Abends.

Ein harmonisches Miteinander in ständiger Überarbeitung machte die Premiere des ersten Emsdettener Jazzwochenendes nahezu unvergeßlich. Aus ‘Ewigkeit des Augenblicks’ und dem noch nicht veröffentlichten Buch ‘Blaue Hoffnung’ trug Ralph Jenders seine Gedichte vor. ‘Moderne’ Lyrik mit aktuellen Themen sprach das gut dreißigköpfige Publikum besonders an. Gefühle wie Trauer, Schmerz, aber auch das unbeschreibliche Gefühl von Liebe finden sich in den Werken von Ralph Jenders wieder. ...

Thematisch auf die Texte abgestimmte Jazzwerke und Blueskompositionen konnten die Zuhörer nicht nur während der Texte hören, besonders zwischen den lyrischen Werken wurde die Musik genossen. Eigenkompositionen und Improvisationen ließen den Besuchern Zeit, um sich mit den Gedanken des Schriftstellers vertraut zu machen.

Der Versuch Lyrik und Jazz zu verbinden entstand vor einem Jahr und ist nicht nur für Ingo Nüssemeier eine Abwechslung zur normalen Bandmusik, auch Ralph Jenders empfindet die Musik zwischen den Lesungen als Entspannung und Abwechslung für sich und das Publikum. Denn Jenders Texte, die sich stets mit dem Alltag und aktuellen Problemen befassen, sind anspruchsvoll ...’